DIE KAISERJÄGER



Die Kaiserjäger waren vier Infanterieregimenter der k.u.k. Armee. Trotz dem Hinweis „Tirol“ kamen die Angehörigen aus allen Teilen der Monarchie.

1815 ordnete Kaiser Franz I. die Errichtung eines Kaiser-Jäger-Regiments an. Die Soldaten dieses Regiments rekrutierten sich durch Konskription. Die Dienstzeit betrug anfangs 12 Jahre, später 8 und dann 6 Jahre. 1895 wurde das Personal verstärkt und das Regiment in vier Jäger-Regimenter  aufgegliedert. Diese erhielten die Bezeichnung Kaiserliches und königliches 1., 2., 3., und 4. Tiroler-Jäger-Regiment „Kaiserjäger“.

Regimentsinhaber war stets der Kaiser persönlich, die Zweitinhaber sowie die Kommandanten wurden durch ihn persönlich ernannt.

Bedingt durch das, in Österreich-Ungarn übliche häufige Wechseln der Garnisonen, lagen die Einheiten in Süd-, Nord- und Welschtirol aber auch in Wien. Dadurch leitet sich ab, dass die heutigen Original Kaiserjäger in Wien beheimatet sind.

Außer an unmittelbar militärischen Kampfeinsätzen (z.B. in Galizien, in den Karpathen, am Col di Lana, am Ortler u.a.) waren die Kaiserjäger auch am Ausbau von militärisch wie auch zivil nutzbarer Infrastruktur beteiligt.


Die Uniformierung:

Als Paradekopfbedeckung  diente der Hut aus Filz mit Jägeremblem und einem Federbusch. Der Waffenrock war aus hechtgrauem Tuch mit gasgrünen Ärmelaufschlägen und gelben Knöpfen.


Auszeichnungen:


Im Sinne der Traditionspflege hat sich der im Jahre 2000 eingetretene Jahrgang der Offiziersausbildung an der Theresianischen Militärakademie den Namen Kaiserjäger gegeben.

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